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Ist die Autonomie der Wissenschaft in Gefahr, wenn sie sich auf Politikberatungeinlässt? Diese Frage beschäftigt die Wissenschaftsforschung seit den sechzigerJahren des vergangenen Jahrhunderts. Von der Politisierung und Ökonomisierungder Wissenschaft ist die Rede (Weingart 1983, Guston 2001: 399). Inzwischenbefürchtet man einen Autoritätsverlust der Wissenschaft, weil in der Wissensgesellschafteine Pluralisierung des Wissens beobachtet wird, die das Expertenurteilin der wissenschaftlichen Politikberatung zu relativieren scheint(vgl. Maasen/Weingart 2005). Unter dem Stichwort „neue Formen der Wissensproduktion“wird in den Science Studies seit den 1990er Jahren der Übergangvon der Normalwissenschaft zu post-normal science (Funtowicz/Ravetz 1993),respektive von „Modus 1“ zu „Modus 2“ (Gibbons et al. 1994) diskutiert. Mitdiesen Thesen werden Strukturveränderungen im Wissenschaftssystem behauptet,die als Entdifferenzierungserscheinung der modernen Gesellschaft (vgl.Weingart 2003: 134ff.) beschrieben werden. Mit den „neuen Formen der Wissensproduktion“ist diesen Annahmen zufolge nicht nur die Autorität, sonderndie Autonomie der Wissenschaft bedroht.
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