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Exkludiert zu sein bedeutet, keinen Zugang zu standardisierten Gütern oder standardisierten kulturellen Aktivitäten zu haben. Exklusion hat mit einem Mangel an Zugang („access“) zu tun, an Zugang zu Gütern, Zugang zu Diensten und Dienstleistungen, Zugang zu Information, an Zugang zu bestimmten Menschen, Zugang zu Rollen, Ämtern und Funktionen, an Zugang zu Rechten, an Zugang zu Bildungsgütern. Die Europäische Union verfolgt ein Verständnis von Armut als sozialer Ausgrenzung. Der Exklusionsbegriff hat zentralen Stellenwert in einem politischen Diskurs, der sich rund um soziale Entwicklungen wie das Aufbrechen des sozialen Zusammenhalts und die generelle Benachteiligung von Bevölkerungsgruppen entwickelt hat (vgl. Kronauer 2002). Der „social exclusion approach“ besagt, dass Armut Teilhabemöglichkeiten tangiert, Entscheidungen darüber, welche Menschen an welchen kulturellen Aktivitäten teilnehmen können (vgl. Atkinson/Hills 1998; Bhalla/Lapeyre 1997, 1999; Bonner 2006; Saith 2001). Hier wird also eine Grenze zwischen „Etablierten und Außenseitern“ gezogen. „Insider“, Menschen, die dazu gehören, haben Zugang zu Schutz und Bestätigung, Information und Identität; sie können die Regeln des Spiels mitgestalten; sie können mitbestimmen, welches Spiel gespielt wird und wer mitspielen darf. Hier gilt die Unterscheidung zwischen „Zentrum“ und „Rand“. Gerade ländliche Gebiete in Europa sind sowohl von der Kenntnis der Datenlage als auch von der Infrastruktur her tendenziell aus dem Blick gerückt.
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