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Die im Zeichen des Aktivierungsparadigmas stehenden Veränderungen der Arbeitsmarktpolitik sind von einer stärkeren Institutionalisierung von Gleichstellungspolitik in der Arbeitsförderung begleitet worden. Mit dem SGB III und dem Job-AQTIV-Gesetz wurden zusätzliche organisatorische und prozedurale Vorgaben eingeführt, die der bereits zuvor geltenden Frauenförderquote sowie dem nunmehr an prominenter Stelle verankerten Ziel der Gleichstellung (§ 1 SGB III) stärkere Geltung verschaffen sollen. Zugleich sind mit der Einführung des SGB II die Zugangsschwellen zu den Eingliederungsleistungen des SGB III insbesondere für die weiblichen Erwerbslosen aus Sozialhilfe- und Arbeitslosenhilfe- Haushalten gesunken, die bis dato von Arbeitsagenturen und kommunaler Hilfe zur Arbeit kaum als Adressatinnen der Arbeitsförderung betrachtet wurden. Gleichstellung und Aktivierung – eine Wahlverwandtschaft? Oder eine bloße zeitliche Koinzidenz zweier eigendynamischer Entwicklungstrends, die Stiefgeschwistern gleich außer der gemeinsamen Wohnung zunächst wenig gemein haben?
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