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„Entlassen wir unser Bildungssystem in die Freiheit“ — so lautete der abschließende Satz der ersten „großen Bildungsrede“ des vormaligen deutschen Bundespräsidenten Roman Herzog, die seinerzeit als „Ruck-Rede“ in der Öffentlichkeit aufgenommen wurde (vgl. dens. 1997). Das entlassene Bildungssystem sei eines, das „Leistung fördert, keinen ausschließt, Freude am Lernen vermittelt und als lernendes System kreativ und entwicklungsfähig“ sei. „Setzen wir neue Kräfte frei, indem wir bürokratische Fesseln sprengen“, so forderte der Präsident auf. Was dies — unter anderem — besagen sollte, war der zuvor gegebenen Lagebeschreibung zu entnehmen. Die Analyse der Fehlentwicklungen aus Sicht des Präsidenten bestand aus einer Sammlung von Behauptungen über den Menschen, die Bildung, das Bildungssystem, die unter die Überschrift „Falsche Mythen“ gestellt waren. Mythos Nummer 7 lautete wie folgt: „Es ist ebenso falsch anzunehmen, das beste Bildungsangebot könne nur vom Staat kommen. Gerade in einem guten öffentlichen Bildungssystem brauchen private Initiativen Ermutigung.“
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