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ZusammenfassungBeim Phänomen der Framing-Effekte wird generell beobachtet, daß sich instrumenteil irrelevante Einflußfaktoren auf das Entscheidungsverhalten der Akteure auswirken. Diese Einflüsse können somit nicht im Rahmen einer einfachen Rational-Choice Modellierung erfaßt werden. Eine angemessene Erklärung und Prognose von Framing-Effekten wird außerdem durch weitere Probleme erschwert. So werden sehr heterogene Phänomene unterschiedslos unter dem Label „Framing Effekte“ zusammengefaßt. Dies trifft für die Nominaldefinition des Konzeptes genauso zu, wie für die konkret herangezogenen Operationalisierungen der untersuchten Einflußfaktoren. Die großen inhaltlichen Unterschiede der vorliegenden Definitionen und die Pluralität der vorliegenden empirischen Phänomene spiegelt sich auch in den Theorien zur Erklärung von Framing-Effekten wider: Hier werden zum Teil sehr unterschiedliche Ursachen für die Entstehung der Effekte angegeben, so daß eine Prognose der insgesamt gültigen Entstehungsbedingungen nicht möglich ist. Vor diesem Hintergrund kann die beobachtbare Tendenz zur theoretischen Vereinheitlichung des Forschungsfeldes prinzipiell als Fortschritt gewertet werden: Die „Prospect Theory“ entwickelt sich zunehmend zum dominanten Paradigma zur Erklärung von Framing-Effekten. Die Angemessenheit dieser Theorie muß allerdings vor dem Hintergrund theoretischer Argumente und empirischer Ergebnisse stark angezweifelt werden. In dem vorliegenden Beitrag wird die Hypothese vertreten, daß die vorliegenden Probleme dann gelöst und eine angemessenere Erklärung der vorliegenden Effekte erreicht werden kann, wenn drei Typen von Framing-Einflüßen unterschieden werden. Es handelt sich hierbei um den ambiguitäts-, den heuristik- und den schemabasierten Effekt-Typ. Es wird gleichzeitig angenommen, daß sich die Framing- Bedingungen jeweils vermittelt durch spezifische Prozesse auf das Entscheidungsverhalten der Akteure aus wirken. Auf der Grundlage dieser Typologie wird gezeigt, daß sich auch die vorliegenden Framing-Theorien zu drei Gruppen mit einer jeweils ähnlichen Erklärungslogik zusammenfassen lassen. Vor dem Hintergrund der vorliegenden Analyse ergibt sich die Forderung nach einer Konkretisierung der teilweise vage formulierten Erklärungsargumente, so daß der Rational-Choice Ansatz durch drei theoretische „Module“ mit jeweils spezifischen Anwendungsbedingungen ergänzt werden kann.1
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