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Der Beitrag befasst sich mit den Mechanismen und Bedingungen der Entstehung und mit den Effekten der Zweisprachigkeit speziell auf schulische Leistungen und Arbeitsmarkterfolg. Dabei geht es um drei Kontroversen: Bilden die verschiedenen Bedingungen der Zweisprachigkeit bei Migranten eine Art von Nullsummenkonstellation, derart, dass Umstände, die den Erwerb der einen Sprache fördern, den der anderen behindern? Hat das Einreisealter tatsächlich eine negative Wirkung und gibt es dabei evtl. eine „kritische Periode“ des Spracherwerbs? Und stimmen eigentlich die Vermutungen, dass muttersprachige Kompetenzen über die sprachliche Assimilation hinaus zu (deutlichen) Vorteilen bei den schulischen Leistungen und auf dem Arbeitsmarkt führen? In einer empirischen Analyse des GSOEP wird gezeigt, dass beim Erwerb der Zweisprachigkeit die Nullsummenhypothese für die meisten sozialen Bedingungen in der Tat zutrifft, speziell auch beim Einreisealter, und dass es offenbar doch eine „kritische Periode“ gibt. Zu den Effekten der Zweisprachigkeit wird noch einmal der Stand der empirischen Evidenzen zusammen gefasst und um eine empirische Analyse für den Arbeitsmarkt wieder mit Daten des GSOEP ergänzt, wonach sich solche Wirkungen bisher so gut wie nicht haben nachweisen lassen. Dabei wird dann auch auf die beim „Streitfall Zweisprachigkeit“ inzwischen vorgebrachten Gegenargumente eingegangen.
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