No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
Gemeinsam mit Stuart Hall steht Paul Gilroy für den Beginn einer neuen, postkolonialen Tradition innerhalb der Cultural Studies. Als britischer Soziologe und Kulturwissenschaftler englisch-guyanesischer Abstammung gilt Gilroy als einer der wichtigsten Vertreter postkolonialer kulturwissenschaftlicher Theorieansätze. Seine Arbeiten zu Rassismus und Ethnizität sind richtungsweisend für eine kontroverse Auseinandersetzung mit der Bedeutung Schwarzer Kulturen in einem globalisierten Kontext. Gilroy steht v.a. für eine Reflexion der Rolle und Geschichte der schwarzen Diaspora in der westlichen Welt und trägt mit seinen Arbeiten wesentlich dazu bei – nicht zuletzt durch Kritik an bisherigen Ansätzen –, die Cultural Studies in einer neuen Richtung zu prägen: Gilroy akzentuiert Raymond Williams‘ Gedanken von Kultur als „whole way of life“ neu, indem er dem Kulturbegriff eine offenere Dimension verleiht und ihn loslöst von Ethnizität, Nation und Territorium hinsichtlich eines hybriden Verständnisses jenseits dominant-hegemonialer Ansätze. Insbesondere mit seinen drei Monografien „There ain’t no Black in the Union Jack“ (1987), „The Black Atlantic“ (1993) und „Between Camps“ (2000) leistet Gilroy einen bedeutenden Beitrag für die Cultural Studies, nicht nur innerhalb des britischen Kontextes, indem es ihm gelingt, die Problematiken und Gefahren eines, wie er es bezeichnet, „ethnischen Absolutismus“ (Ethnic Absolutism) (1992:187) herauszuarbeiten und neue kulturtheoretische Konzepte wie das des „Schwarzen Atlantik“ (1993) zu entwickeln.
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 26 citations exist upstream.
Papers that cite the same references — the relational fallback while embeddings are still backfilling.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.