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In zahlreichen Studien werden mündliche und schriftliche Praxen in der Sozialen Arbeit als Akte des Geschichtenerzählens begriffen (vgl. Borden 1992, Hydén/Hydén 1997). Dieser Zugang steht den wissenschaftlichen Konzepten und Methoden entgegen, die auf ‚Objektivität‘ basieren und die lange Zeit sowohl die Theorie als auch die Praxis der Sozialen Arbeit dominiert haben. In den zuletzt genannten konventionellen Ansätzen wurde Soziale Arbeit mit Konzepten analysiert, die im Kern auf der Idee einer ‚objektiven Natur‘ der Daten basieren: mit rationaler Entscheidungsfindung, evidenzbasierter Praxis und positivistischen Methoden. Narrative Ansätze betonen dagegen die sozialen Konstruktionen der Klienten/innen und der Sozialarbeiter/innen in den Berichten. Damit werden diese als Rahmenhandlungen für die Interpretationen von Erfahrungen verstanden und nicht als Ausdruck eines ‚wirklich‘ zu Grunde liegenden Sinns. Mit der narrrativen Wende werden Berichte aus der Sozialen Arbeit zu labilen, wandelbaren und temporären, bedeutungsgebenden Strukturen, die sozial konstruiert, interpretativ und interaktionell – also sich gegenseitig beeinflussend – sind. Ihre Bedeutung hängt insbesondere von dem Publikum ab, an das sie gerichtet sind (vgl. Butt/Butt 1999, Chamberlayne et al. 2000, Hall 1997, Lešnik 1997).
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