No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
Musik ist vermutlich im Leben aller Menschen von großer Bedeutung, doch im Jugendalter scheint sie ganz besondere Funktionen zu übernehmen. Sie scheint vor allem auch von biografischer Relevanz zu sein, indem sie ästhetische Prägungen vornimmt bzw. dauerhafte Vorlieben zulässt. Musik, Musikprodukte und Musikequipments werden von Jugendlichen ab einem bestimmten Zeitpunkt ihrer Entwicklung stark nachgefragt. Bei der Rezeption und Produktion von Musik zeigen Jugendliche allgemein eine hohe Kompetenz und ein kreatives Engagement. In der Regel wissen sie um den Nutzen musikalischer Kontexte, wissen sich darüber zu sozialisieren und zu präsentieren — sei es über Adaption oder Distinktion. Demzufolge ist Musik im Jugendalter nicht nur „reiner Hörspaß“ und dient nur der Unterhaltung und Gefühlsregulation (vgl. Schramm 2005), sondern sie ermöglicht auch soziale und kulturelle Positionierungen. Die Rezeption von Musik sowie die Auseinandersetzung mit Musik und insbesondere den Songtexten ist auch — so scheint es — eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Reifungsprozess, mit dem Erwachsenwerden und Erwachsensein sowie eine Beschäftigung mit den vielfältigen Anforderungen der Gesellschaft. Im Folgenden sollen die Potenziale der musikalischen und medialen Erprobungsräume daraufhin betrachtet werden, inwieweit sie z. B. Verhandlungen über Liebe, Freundschaftsbeziehungen, Sexualskripte, Körper- und Geschlechterkonzepte sowie über Moral zulassen. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit der Umgang mit Musik Identitäts- und Lebensstilentwürfe ermöglicht.
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 8 citations exist upstream.
Papers that cite the same references — the relational fallback while embeddings are still backfilling.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.