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Zusammenfassung. Klassische Gesundheitsverhaltensmodelle berücksichtigen vor allem die drei zentralen psychologischen Einflussvariablen Risikowahrnehmung, wahrgenommener Nutzen und Selbstwirksamkeit. Bisher gibt es jedoch kaum Untersuchungen zum Einfluss von individuellen Vorstellungen und Einstellungen zum Alter(n). Die vorliegende Studie untersucht daher den Zusammenhang zwischen Alterseinstellungen und dem Gesundheitsverhalten. 2002 Personen zwischen 50 und 70 Jahren wurden in computer-assistierten Telefoninterviews befragt. Altersbilder wurden mittels Faktoren- und Clusteranalyse identifiziert; Einflüsse auf das Gesundheitsverhalten wurden mit einer multiplen Regressionsanalyse ermittelt. Es fanden sich drei unterschiedliche Altersbilder: die „fitten Leistungshungrigen” (n = 808), die „Klassischen” (n = 618) und die „unbekümmert Engagierten” (n = 576). Personen mit einer positiven stereotypen Wahrnehmung vom Alter wiesen ein signifikant besseres Gesundheitsverhalten auf als Personen, die sich mit dem „klassischen” Altersbild identifizierten. Die Vorstellung, selbst etwas für seine Gesundheit tun zu können, hatte neben sozioökonomischen Faktoren den größten Einfluss auf das Gesundheitsverhalten. Die Ergebnisse sprechen für die Notwendigkeit von „Gesundheitsbildung”. Dabei müssen besonders Personen, die sich mit dem „klassischen”, eher negativ getönten Altersbild identifizieren, gezielt von Präventionsprogrammen angesprochen werden.
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