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ZusammenfassungNach Erfahrungen des Medienreehtlers, ehemaligen Hamburger Justizsenators und jetztigen Verfassungsrichters Wolfgang Hoffmann-Riem befinden sich die Politiker „in den Fesseln der Mediengesellschaft“(Hoffmann-Riem 2000: 109). Eine sicherlich zunächst einmal provokant wirkende Einschätzung, die aber durch die Berichterstattung der Medien über das offizielle und mehr noch das private Rollenhandeln der politischen Akteure in jüngster Zeit vielfältige Belege fand, beispielsweise durch die Badeaffäre des Bundesministers der Verteidigung Rudolf Scharping. Aber ist die Sache wirklich nur so zu sehen, werden die „Fesseln“ den Politikern in der modernen „Mediendemokratie“ immer wider ihren Willen angelegt? Oft scheint es doch so zu sein, dass viele politische Akteure schon vorher von den Medien „gefesselt“ sind, nämlich fasziniert von den sich bietenden Chancen, mit ihrer Hilfe ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und ihr Image aufzupolieren. Warum sonst würde Bundeskanzler Schröder bei Wetten, daß...? auftreten und Guido Westerwelle den Big Brother-Container besuchen.
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