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Unqualifizierte Arbeitnehmer: eine neue soziale Schicht? lm Marz 2002 gingen knapp fünf Millionen Personen einer unqualifizierten Beschaftigung nach: 2 760000 ais Angestellte und 2 035 000 ais Arbeiter. Die unqualifizierte Beschaftigung, die durch die Entindustrialisierung keineswegs beseitigt wird, hat seit Mitte der 1990er Jahre wieder zugenommen. Heute ist jeder fünfte Arbeitsplatz hiervon betroffen. Die Analyse von Erhebungsdaten bestatigt die «Verarbeiterung» eines Teils dieser Beschaftigungen, was bislang hauptsachlich durch soziologische Beobachtungen aufgezeigt worden ist. Mit ihren Lôhnen und Gehaltern, Beschaftigungs-und Arbeitsbedingungen stellen die unqualifizierten Arbeiter und Angestellten ein besonderes Segment der Arbeitnehmer dar. Allerdings bilden sie keine eigenstandige soziale Schicht; denn diese Arbeitnehmer, die durch ihre berufliche Integration geschwacht und in ihrer sozialen Wahrnehmung destabilisiert sind, zeichnen sich durch ein geringes Zugehôrigkeitsgefühl zu einer sozialen Schicht aus. Die Klassenidentitat, die einst in den Arbeiterkreisen recht strukturierend wirkte, ist bei den unqualifizierten Arbeitnehmern schrittweise einer Rückzugshaltung gewichen, die sich durch Ablehnung und Resignation gegenüber den dominierenden Modellen der sozialen Integration auszeichnet. Bei den Arbeitnehmern der untersten Stufe entsprechen die unterschiedlichen Formen der Identitatsbildung bestimmten Untergruppen der Bevôlkerung: Jugendliche und Âltere, Manner und Frauen, Immigranten und Nichtimmigranten.
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