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Unternehmerisches Handeln ist riskant. Diese Aussage erscheint auf den ersten Blick als ökonomische Binsenweisheit mit geringer sozialwissenschaftlicher Relevanz. Der Erfolg einer ökonomischen Unternehmung lässt sich zwar kaufmännisch kalkulieren, aber nicht mit Sicherheit prognostizieren; denn dieser Erfolg realisiert sich auf Märkten, auf denen Warentausch durch kontingente wechselseitige Abstimmungsprozesse zwischen einer Vielzahl von anbietenden und nachfragenden Akteuren zustande kommt. Wer mit dem eigenen Angebot keine kostendeckenden Erlöse erzielt, trägt nicht nur keinen Gewinn aus seiner Unternehmung davon, sondern muss sogar mit Verlusten rechnen. Denn ein „Risiko als Gefahr eines Verlustes oder Schadens“ (Mikus 2001: 5) existiert nur dann, wenn Verlust oder Schaden mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit tatsächlich eintreten können. Die Betriebswirtschaftslehre versucht, mit Instrumenten des Risikomanagements (Götze et al. 2001, Rogler 2002, Wolke 2008) den Umgang mit den Unwägbarkeiten des Marktes auf eine rationale Basis zu stellen und soweit wie möglich berechenbar und beherrschbar zu machen.
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