No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
Ich habe mich zu Anfang der achtziger Jahre lebhaft nach der Lingua franca umgetan; ein Jahrzehnt später flackerte dieses Interesse noch einmal in mir empor; seither aber -was für das Folgende ich wohl zu beachten bitte -habe ich keine weiteren Nachrichten darüber eingeholt und beabsichtige auch nicht mehr das zu tun.Doch indem neue Pfade mich in einiger Entfernung an den alten Stätten vorüberführen, finde ich mich dazu angeregt den damals gesammelten Stoff in möglichster Ge drängtheit vorzulegen, mit einigen Fingerzeigen auf Ergänzung und Ausmünzung, für den Fall dass ein anderer sich zu einer ausführlichen Arbeit über diesen Gegenstand entschlösse.Zwar beugt Cherbonneau JA '55, II, 550 zu Beginn seiner ,Observations sur l'origine et la formation du langage arabe africain' dem Ver dachte dass es sich für ihn um die L. fr.1 handle, mit den Worten vor: "Un travail de ce genre ne serait point un travail" ; aber jede Arbeit ist eine wissenschaftliche welche sich das Ziel setzt Umfang und Wesen einer Erscheinung zu bestimmen, die ihr an haftenden falschen Vorstellungen zu beseitigen, ihr den gebührenden Platz innerhalb einer größ eren Gruppe von Erscheinungen an zuweisen.Die L. fr.ist die aus romanischem Wortstoff gebildete Ver mittlungssprache die im Mittelalter zwischen Romanen und Arabern, dann auch Türken aufkam und längs der ganzen Süd-und Ost küste des Mittelmeers verbreitet gewesen zu sein scheint.Zu unserer Zeit weiß man in der Levante nichts mehr von ihr (Br.von Carl Humann, Smyrna '82; von Martin Hartmann, Beirut, '82)2; sie ist auf die Berberei beschränkt, und zwar wohl mit Ausschluß Marokkos.3Bei vielen besteht die Ansicht daß die L. fr.sich auf 1 Er nennt sie "un amalgame curieux de mots espagnols, de termes italiens et de tournures françaises" ; dieser Wechsel der Substantive täuscht ein Verhältnis vor wie es in Wirklichkeit nicht besteht.2 A u f ganz irrigen Vorstellungen fuß t F. von Richthofen, zählt er zu gewissen für den Verkehr wegen ihres "ambulanten Charakters" wichtigen Sprachen "ein Italienisch das von Malta stammt und mit arabischen Elementen stark durchsetzt ist, für die östlichen Teile des Mittelmeeres" (Vorles.über allg.Siedlungs-und Verkehrsgeogr., hg.von Schlüter '08 S. 102 f.).3 Daß ich selbst ' 79 bei einem ganz kurzen Aufenthalt in Tanger, Tetuan und Ceuta nichts davon merkte, beweist gar nichts, da ich damals nicht darauf merkte."In Marokko ist keine Spur von L .fr, zu finden" (Br.von
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 198 citations exist upstream.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.