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Zusammenfassung: Zur Analyse von Moderator- und Mediatoreffekten bei dyadischen Daten werden zwei Erweiterungen des Akteur-Partner-Interdependenz-Modells (z. B. Kenny, 1996 ) vorgestellt. Die Modelle, die als Akteur-Partner-Moderator-Modell und Akteur-Partner-Mediator-Modell bezeichnet werden, dienen im Rahmen von dyadischen Untersuchungen der Überprüfung von Drittvariablen, welche die Zusammenhänge zwischen abhängigen und unabhängigen Variablen moderieren bzw. mediieren. Neben einer Anleitung zur Analyse des Moderatormodells mittels Regressionsanalysen finden sich Hinweise zur Durchführung von Bootstrap-Analysen bei Verwendung von Strukturgleichungsanalysen. Zur Einschätzung der Mediation werden verschiedene Indikatoren erörtert. Beide Modelle werden anhand von Daten zu Alltagsstress, Partnerschaftsqualität, Depressivität und sexuellen Störungen bei 198 Paaren illustriert. Die zum Akteur-Partner-Moderator-Modell durchgeführten Regressions- und Bootstrap-Analysen stützen die Hypothese, dass der Zusammenhang zwischen Alltagsstress und sexuellen Störungen durch die Partnerschaftsqualität moderiert wird. Die auf dem Akteur-Partner-Mediator-Modell basierenden strukturanalytischen Ergebnisse stützen die Annahme, dass der Zusammenhang zwischen Alltagsstress und Partnerschaftsqualität durch die Depressivität mediiert wird. Abschließend werden neben dem Nutzen die Vorzüge und Grenzen dieser Modelle diskutiert.
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