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Zusammenfassung. In den letzten Jahren wurde in der Motivationspsychologie wiederholt eine mangelnde Einbindung emotionaler Prozesse beklagt. Dies gilt insbesondere auch für Erklärungsmodelle von Gesundheitsverhalten. Das vorliegende Positionspapier spezifiziert diesen Mangel und zeigt Wege zur stärkeren Einbindung emotionaler Prozesse in Modelle und Untersuchungen zum Gesundheitsverhalten auf. Die Betrachtung gängiger Modellvorstellungen zur Erklärung von Gesundheitsaktivität zeigt, dass Emotionen hier lediglich im Rahmen der Intentionsbildung berücksichtigt werden. Modelle und Theorien der allgemeinen Motivationspsychologie zeigen darüber hinaus erstens Zusammenhänge von emotionalen Prozessen zur Fokussierung und Aktivierung einer bereits gebildeten Gesundheitsintention. Zweitens wird der Einfluss von Emotionen auf die Auswahl und Bewertung einer Situation hinsichtlich ihrer Eignung für die Umsetzbarkeit und Effektivität der Gesundheitshandlung diskutiert. Drittens werden Emotionen als Bestandteile volitionaler Abläufe und den hiermit verbundenen spezifischen und unspezifischen Aktivierungsfunktionen berücksichtigt. Es wird abschließend ein Strukturmodell vorgelegt, welches der Einordnung unterschiedlicher emotionaler Funktionen im Rahmen der Regulation von Gesundheitshandlungen dient. Emotionen werden hierin nicht nur als förderliche, sondern auch als hinderliche Komponenten von Gesundheitsverhalten dargestellt. Abschließende Schlussfolgerungen empfehlen für weitere Untersuchungen unter anderem experimentelle und longitudinale Studiendesigns zur Weiterentwicklung der beschriebenen Modellvorstellungen.
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