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Die Motivationsforschung hat gezeigt, daß Autonomie einer der wichtigsten Parameter bei der Gestaltung einer leistungsfördernden Organisation ist. Autonomie darf aber nicht unreflektiert und undifferenziert angewendet werden. Vielmehr gilt es, sich bei organisatorischen Maßnahmen sehr genau über die Umfeldfaktoren, wie bspw. technologische oder kulturelle Bedingungen, Rechenschaft zu geben. Diese stellen sich für die verschiedenen Gruppen von Mitarbeitern und Führungskräften im Unternehmen unterschiedlich dar. Erst nach deren umfassender Einschätzung kann der sinnvoll einzuräumende Autonomiespielraum beurteilt werden, wie für obere und mittlere Führungskräfte und am Beispiel der teilautonomen Arbeitsgruppen zu zeigen sein wird. Um dabei demotivierende Situationen zu vermeiden, müssen sich Handlungsfreiraum und Handlungspotential in einem gleichgewichtigen Verhältnis bewegen („normatives Band der Autonomie“). Autonomie ist aber immer nur die durch die Betroffenen wahrgenommene Autonomie. Dies bedeutet, daß beim Management von Autonomie der kulturell, sprachlich und geschichtlich geprägten Wahrnehmungskomponente verstärkte Aufmerksamkeit zuteil werden muß. Daneben muß der Zusammenhalt der autonomen Teilsysteme durch kontextuelles Management gesichert werden. Damit einher geht ein verändertes Führungsverständnis der Leitungsorgane.
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