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„Bin Baden“: In Zynismus kaum noch zu steigern scheint dieser angeblich bundeswehrinterne Spitzname für den ehemaligen Verteidigungsminister Rudolf Scharping. Im August 2001 hatte der Minister dem Magazin Bunte ein längeres Interview und eine Fotostrecke gewährt — „Total verliebt auf Mallorca“ (Titel) — und damit das in jüngerer bundesdeutscher Vergangenheit wohl misslungenste Stück politischer Öffentlichkeitsarbeit vorgelegt. Zwar finden sich in dem Interview noch Äußerungen Scharpings zur politischen Großwetterlage, haften blieb gleichwohl das, was die Bunte letztlich in den Mittelpunkt der Urlaubsgeschichte stellte: Das feucht-fröhliche Wasserspiel des Ministers mit seiner Lebensgefährtin Kristina Gräfin Pilati-Borggreve. Spätestens nachdem der Spiegel in der darauffolgenden Woche ein der Kabale angemessenes Titelbild publizierte, schlug der Versuch Scharpings, im Sommerloch sein staubtrockenes Image aufzubessern, höhere Wellen. Die Sache ging — salopp ausgedrückt — in die (Bade-)Hose, weil die private Glückseligkeit des Ministers nicht so recht mit den Sorgen seiner Soldaten in Einklang zu bringen war, die kurz vor einem Auslandseinsatz standen. Nahe dem Rücktritt war Scharping dann knapp zweieinhalb Wochen später, als nun auch „Auffälligkeite“ bei der Nutzung der Flugbereitschaft ruchbar wurden. Allein dem makaberen Umstand der Terroranschläge vom 11.
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