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Die Grundschule ‚Kastanienstraße‘ (es handelt sich um ein Pseudonym) hat über Jahrzehnte verschiedene Strategien entwickelt, die darauf abzielen, die sprachlichen und soziokulturellen Erfahrungen der Kinder in Unterricht und Schulleben konstruktiv zu berücksichtigen und allen Kindern gleichermaßen Schulerfolg zu ermöglichen. Mit dem Ziel, Schulqualität im Kontext sprachlich-kultureller Heterogenität mit Fokus auf innerschulische Prozesse zu erkunden, wurde an der Schule eine ethnographische Fallstudie erarbeitet (vgl. Fürstenau 2008). Die Fallstudie basiert auf teilnehmender Beobachtung am Schulleben sowie Leitfaden- Interviews mit Lehrkräften, Eltern und Kindern; Ergebnisse aus einer an der Schule durchgeführten Leistungsstudie wurden als Hintergrundinformation berücksichtigt. Die Schule Kastanienstraße befindet sich in einem Hamburger Stadtteil, in dem die Arbeitslosenquote etwa doppelt so hoch ist wie im Hamburger Durchschnitt. Ein Drittel der Stadtteilbevölkerung und 54% der Schülerinnen und Schüler haben keinen deutschen Pass. Etwa 80% der Schülerinnen und Schüler kommen aus eingewanderten sprachlichen Minderheiten, und es gibt mindestens 15 verschiedene Familiensprachen. Im Zeitraum der Feldforschung für die Fallstudie (2004-2005) ist die Schule dreizügig mit zwei Vorschulklassen. Sie wird von 340 Kindern besucht, und zum Kollegium gehören 26 Lehrerinnen und Lehrer, ein Schul-Sozialpädagoge und zwei Sozialpädagoginnen in der Vorschule. Programmatische Schwerpunkte sind sprachliche Bildung und Kooperation im Kollegium. Es gibt Herkunftssprachenunterricht für türkischund romanessprachige Kinder.
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