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Neben der Arbeitslosigkeit und der erzwungenen Teilzeitbeschäftigung kann die « Herabstufung » eine weitere Form der unzureichenden Nutzung menschlicher Kompetenzen am Arbeitsmarkt darstellen. Die Herabstufung zeichnet sich dadurch aus, dass Personen im Verhaltnis zu ihrer Beschäftigung überqualifiziert sind. Da das Angebot an Arbeitskraften mit einem Diplom im Vergleich zur Nachfrage nach qualifizierter Arbeit stark wächst, kann davon ausgegangen werden, dass solche Situationen bei den Jugendlichen im Laufe der letzten Jahrzehnte entstanden sind. Eine solche Herabstufung ist für die betroffenen Personen gewiss schwer zu akzeptieren, bedeutet wirtschaftlich aber auch, dass bestimmte Ressourcen ungenutzt bleiben. Um das Ausmass der Herabstufung messen und ihre zeitliche Entwicklung bewerten zu konnen, muss eine Norm für die Adaquatheit der Kategorien von Diplomen und Beschäftigungen festgelegt werden, was zumindest ein schwieriges Unterfangen ist. Mehrere komplementare Ansatze im Hinblick auf die Herabstufung von Jugendlichen mit Diplomen sind dennoch denkbar : der erste basiert auf einer statistischen Norm hinsichtlich der Adaquatheit von Diplom und sozio-professioneller Gruppe, der zweite auf der Meinung der befragten Person, ob sie sich herabgestuft fühlt oder nicht, und der dritte auf der relativen lohnmassigen Einstufung der Personen im Vergleich zu den Personen ohne Diplom. Bei allen diesen Ansatze gelangt man zu dem Schluss, dass die Herabstufung ais eine nicht unerhebliche Erscheinung zu betrachten ist. Hinsichtlich ihres Ausmasses wie auch der Möglichkeiten einer spateren Hoherstufung der herabgestuften Personen spielt die Konjunktur eine bedeutende Rolle. Auch individuelle Faktoren konnen entscheidend sein. Die Jugendlichen, die ein Jahr zuvor arbeitslos waren, laufen vermehrt Gefahr, herabgestuft zu werden. Zudem werden junge Frauen haufiger ais junge Manner herabgestuft.
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