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Der kognitionspsychologisch geprägte Ansatz der Führungskraft-Kategorisierung geht davon aus, dass Mitarbeiter umso positiver auf ihre Führungskräfte reagieren, je stärker diese ihren impliziten Vorstellungen über Führung (Führungsprototypen) entsprechen – also eine hohe Passung mit diesen aufweisen. Da Führungsprototypen stark kulturgeprägt sind, erscheinen die vorhandenen, vorwiegend aus dem englischsprachigen Raum stammenden Instrumente für Forschung im deutschsprachigen Raum jedoch wenig geeignet. Im vorliegenden Beitrag werden deshalb zwei neu entwickelte Maße vorgestellt. Zum einen wurde der deutsche GLOBE-Datensatz in Hinblick auf zentrale Führungsattribute in Deutschland reanalysiert, um eine Erhebung der Passung mit einem sozial geteilten Führungsprototyp möglich zu machen. Zum anderen wurde ein piktorales Maß zur Erhebung der Passung mit einem idiosynkratischen Führungsprototyp entwickelt. Während der Vorteil des ersten Instruments die inhaltliche Auswertbarkeit des Passungsprofils ist, liegt der Vorteil des piktoralen Instrumentes in seiner hohen Effizienz und Kulturunabhängigkeit. Auch wenn eine erste Untersuchung in einem Unternehmen (N = 104) die konvergente und Kriteriumsvalidität beider Instrumente bestätigt, so schränkt das Studiendesign (Querschnitt mit Common Source Data) eine Einschätzung der psychometrischen Qualität beider Instrumente ein. Notwendig erscheinende Folgestudien werden daher abschließend beschrieben.
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