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Dass Hamburg, München, Cottbus und Leipzig Städte sind, wird niemand ernsthaft bestreiten wollen. Zugleich ist das Wissen, dass Hamburg ganz anders ist als München, und dass Cottbus sich anders anfühlt als Leipzig, in der menschlichen Alltagserfahrung tief verankert. Doch warum ist dies so? Warum wird nicht nur „die Stadt“ gemeinhin als anders als „das Land“, sondern warum werden auch Städte als voneinander unterscheidbare und jeweils eigene soziale Gebilde imaginiert und erfahren? Eine fundierte Antwort auf diese Fragen zu finden, ist das Ziel des Forschungsansatzes „Eigenlogik der Städte“. Er möchte das erwähnte Alltagswissen über Stadt und Städte, das Realitäten ausdrückt und immer wieder neu schafft, der wissenschaftlichen Analyse zugänglich machen. Seine Forschungsfragen lauten: Was ist Stadt, was ist allen Städten gemeinsam? Wenn es so etwas gibt wie „Stadt“, was macht dann den Unterschied zwischen Städten aus? Wie kann die besondere Wirklichkeit dieser Stadt im Unterschied zu jener Stadt – in dem hier aufgerufenen Beispiel von Hamburg im Unterschied zu München oder auch von Cottbus im Unterschied zu Leipzig – theoretisch und empirisch erfasst werden?
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