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Mit dem folgenden Referat will ich versuchen, einen Überblick über die aktuelle Massenkommunikationsforschung in der Bundesrepublik Deutschland zu geben, soweit sie von politikwissenschaftlichem Interesse ist, d.h. im weitesten Sinne Bezüge zum politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozeß bzw. zum Prozeß von „Machterwerb und Machtverderb“ hat. Um nicht bei der üblichen Aufzählung laufender Projekte stehenzubleiben, soll zunächst ein theoretischer Bezugsrahmen für das Verhältnis von Politik und Massenkommunikation skizziert werden, der eine kritische Bewertung des anschließend zu referierenden Forschungsstandes erlaubt. Grundlage für diesen Bezugsrahmen ist eine kapitalismuskritische Perspektive, die das politisch-administrative System jedoch nicht, wie das in mancher Agenturtheorie geschieht, als willenlosen Handlanger von Kapitalinteressen sieht, sondern als relativ autonomen Handlungsträger, dessen Autonomie innerhalb relativ enger Grenzen prinzipiell nach systemeigenen Rationalitätskriterien genutzt werden kann. Die folgenden Ausführungen stellen insofern den Versuch dar, eine analytische Konzeption von der Art, wie sie Claus Offe zuletzt im theoretischen Teil seiner Studie zur Berufsbildungsreform entwickelt hat,1zur Theoretisierung des Verhältnisses von Politik und Massenkommunikation zu verwenden.
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