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In der amerikanischen Lebenslauf- und Alter(n)ssoziologie werden Modelle favorisiert, welche die Auflösung fester Altersgrenzen zugunsten einer lebensweltlichen Integration verschiedener Altersgruppen propagieren. An die Stelle des dreigeteilten Lebenslaufs mit Vorbereitungs-, Erwerbs- und Ruhestandsphase (Kohli 1985) soll ein Ablaufmuster treten, das den lebenslangen Wechsel zwischen den drei Bereichen der Bildung, Arbeit und Freizeit beinhaltet. Matilda W. Riley und ihre Mitarbeiter (vgl. u.a. Riley 1997) begründen ihre Vision einer altersintegrierten Gesellschaft mit der diskriminierenden Wirkung formeller und informeller Altersgrenzen und fordern darum die „Altersirrelevanz“ von sozialstaatlichen Programmen und Regelungen (Neugarten 1982; Settersten 1999, 2003a, 2003b). Diese sollen nicht mehr altersbasiert mit entsprechenden Alterskriterien, sondern nur noch bedürfnisorientiert anhand von prinzipiell altersindifferenten Bedarfslagen formuliert und durchgeführt werden. Exklusionen aufgrund bestimmter Alterskriterien sollen damit ausgeschlossen und die soziale Integration älterer Menschen gefördert werden.
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