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Die Frage nach der Wirkung von Gewalt auf Rezipienten gehört mit zu den zentralen Forschungsfeldern der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Typischerweise steht dabei die Wirkung fiktionaler Gewalt auf Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt der Forschungsinteressen, also die Unterhaltungswirkung. Vergleichsweise wenig ist dagegen die Wirkung von Gewaltdarstellungen in Informationsprogrammen untersucht worden, also die Wirkung politischer Berichterstattung. Der vorliegende Beitrag liefert Daten zu der Frage, ob die Berichterstattung der Massenmedien einer Ausbreitung von fremdenfeindlichen Straftaten und damit einer Eskalation der Gewalt Vorschub geleistet hat: Führt also die Berichterstattung über fremdenfeindliche Straftaten dazu, daß potentielle Täter sich ermutigt fühlen, selbst Ausländer und Asylbewerber anzugreifen? Im ersten Schritt werden in knapper Form die Hauptergebnisse referiert. Im zweiten Schritt werden kommunikationswissenschaftliche Theorien der Wirkung von Gewalt in den Medien auf ihre Anwendbarkeit für das Phänomen „Massenmedien und fremdenfeindliche Gewalt“ untersucht. Im letzten Schritt wird ein Modell der Gewalteskalation entwickelt, bei dem die tatsächliche Ereignislage, die Problemsicht der Bevölkerung, die Motivlage der Straftäter und die Berichterstattung der Massenmedien zusammenwirken.
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