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Schlußbetrachtung Republiken und Republikanismus im Europa der frühen Neuzeit aus historischer Sicht "Alle Staaten, die je Menschen regiert haben oder sie noch regieren, sind entweder Republiken oder Monarchien."So beginnt Machiavelli das erste Kapitel seines ,11 Principe'.In Italien war eine so eindeutig klare Formulierung des historischen und politischen Erlebens durchaus einleuchtend.Im weitaus größeren Teil des restlichen Europa hätte diese Formulierung aber wenig Sinn gehabt.Zu Machiavellis Zeit gab es noch viele Republiken in Italien, wenn auch schon weit weniger als zweihundert Jahre vorher.Zudem -und das war noch schwerwiegender -waren klassische Tradition und Sprache des Republikanismus mit der Betonung der Freiheit in Italien nie ganz abgerissen und dann, mit der Entdeckung der ,Politik' des Aristoteles im 12.Jahrhundert, systematisch wiederbelebt worden 1 .Nun hat allerdings Machiavelli, jedenfalls im .Principe', die aristotelische Unterscheidung zwischen Aristokratie und Demokratie als eine weitere Definition oder Klassifikation der Republiken nicht angewendet 2 .Aber im .Principe' behandelt er ja nur die Monarchien.Wie auch Wilfried Nippel hervorhebt, ist es auf jeden Fall zweifelhaft, ob man bei der Antike überhaupt von einem klar definierten Begriff des Republikanismus sprechen kann.Denn die ganze klassische Politiktheorie war ausschließlich auf die republikanische Polis gerichtet und beachtete entweder die großen Monarchien oder Imperien überhaupt nicht, oder sie hielt sie für archaisch und barbarisch.Es besteht aber kein Zweifel, daß Republiken mit Freiheit gleichgesetzt wurden, Freiheit von der Beherrschung durch eine fremde Macht und Freiheit der Bürger von der Beherrschung durch einen von ihnen selbst.Aristoteles hatte gelehrt, daß der Staat (die Polis) ursprünglich gegründet wurde, damit wir leben können, daß er aber fortbesteht, damit wir ein gutes Leben führen können 3 .Tatsächlich hat es aber in der Geschichte nur selten Staaten gegeben, die für den Zweck eines glücklichen oder guten Lebens ihrer Bürger organisiert waren.Die meisten Staaten und noch mehr die großen Reiche und Imperien sind zum Wohlsein und Nutzen ihrer Beherrscher gegründet und erhalten worden.Diese Beherrscher rechtfertigten dann gewöhnlich ihre Herr-
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