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In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit der massenmedialen Vermittlung von Künsten am Beispiel der modernen Literatur. Unserer Analyse liegt ein Prozeßmodell zugrunde, welches die Produktion, Vermittlung und Rezeption von Kunst ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellt (vgl. Zolberg 1990: 8 ff.; Thum 1989: 382ff). Die Produktion von Kunst- und literarischen Werken steht am Beginn dieses Prozeßmodells. Doch Kunstwerke kommen nicht automatisch nach ihrer Produktion auch schon mit dem Publikum in Kontakt, sondern durchlaufen auf ihrem Weg noch einige Vermittlungs- und Selektionsinstanzen. Die erste Instanz bilden typischerweise Organisationen wie Galerien oder Verlage, die die Kunstwerke einem Publikum zur Schau stellen bzw. zum Verkauf anbieten (Thurn 1995; Becker 1982: 93 ff.; Alemann 1996, Hirsch 1972: 640). In diesem Bereich sind erste Studien über die unterschiedlichen Selektionskriterien von verschiedenen Institutionen der Kunstvermittlung durchgeführt worden (Bystryn 1978; Greenfeld 1988). Für die weitere Diffusion künstlerischer Werke sind dann in einem zweiten Schritt vor allem die Massenmedien verantwortlich, die in Besprechungen, Artikeln und Kommentaren Künstler und ihre Werke bewerten, erläutern und bekannt machen (Bergesen 1984; Becker 1982: 131 ff.). Die Bedeutung der Massenmedien für den Buchmarkt läßt sich an der Tatsache ablesen, daß bei Buchkäufern die Information durch die Medien eine nicht unerhebliche Rolle bei der Entscheidung zum Kauf eines Buches spielt.
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