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AuszugDer Bedeutungszuwachs von Evaluation ist eine Facette eines bemerkenswerten Reformprozesses im Bildungssystem. Bemerkenswert ist er insbesondere aufgrund seiner Ausrichtung auf die operativen Vorgänge im Bildungssystem. Nachdem Reform in der Vergangenheit primär mit der Veränderung äußerer organisatorischer Strukturen von Bildungseinrichtungen verbunden war (), zielt Evaluation auf die Abläufe in den Organisationen des Bildungssystems. Man könnte auch — um einen bildhaften Vergleich zur Welt elektronischer Datenverarbeitung zu bemühen — dominante bisherige Reformstrategien als Veränderungen der hardware des Bildungssystems bezeichnen, während mit Evaluation verbundene Reformschritte dessen software betreffen — und zu dieser software gehört das Wissen der im Bildungssystem arbeitenden, handelnden, Entscheidungen treffenden Personen ebenso wie die Information, die dabei genutzt wird. Die Metapher einer Umprogrammierung der software passt auch zu einer gegenwärtig verbreiteten Reformsemantik. Im Zusammenhang mit dem Ausbau von Evaluation wird vom Wandel von der Input- zur Outputsteuerung des Bildungssystems gesprochen. Mit Evaluation sollen Folgen von Handlungen im System sichtbar gemacht werden, um Folgenverantwortung zu stärken und um zukünftiges Handeln an empirisch belegten Erfahrungen ausrichten zu können. Diese Intention erscheint auf den ersten Blick so plausibel wie einfach.
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