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Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht von neuen Schreckensmeldungen in den Feuilletons, den kulturpolitischen Fachpublikationen oder den Newslettern des Deutschen Kulturrates zu lesen ist: Kultureinrichtungen sind von Schließungen bedroht, Mitarbeiter müssen mit Gehaltseinbußen und Entlassungen rechnen, Gebühren für Nutzer von Bibliotheken, Musikschulen und Volkshochschulen werden erhöht und Fördermittel für Projekte und Festivals werden an vielen Orten gekürzt oder vollständig gestrichen. Gleichzeitig formieren Kulturschaffende und Kulturpolitiker über Demonstrationen und Appelle zur Rettung der kulturellen Vielfalt massiven Widerstand – wie beispielsweise jüngst in Stuttgart, Dortmund und Wuppertal –, fordern Nothilfefonds für existenziell bedrohte kommunale Kultureinrichtungen (vgl. Deutscher Kulturrat 2010) und drängen auf eine Verankerung des Staatsziels Kultur im Grundgesetz. Der Deutsche Kulturrat geht sogar so weit, die im Grundgesetz neu verankerte Schuldenbremse zu hinterfragen (Zimmermann/ Schulz 2009: 20).
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