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ZusammenfassungDer erste Teil dieses Handbuchs folgt einer Systematik, die an einem Prozessmodell öffentlicher Kommunikation orientiert ist: Auf institutionelle Rahmenbedingungen, Kommunikatoren und Medieninhalte folgen mit der Nutzungs- und Wirkungsforschung zwei Bereiche, die den Rezipienten und damit den Publika von Medienangeboten gewidmet sind. Dabei hat die Nutzungsforschung eine prekäre Zwischenposition inne. Zwar steht außer Zweifel, dass öffentliche Kommunikation voraussetzt, dass die medialen Angebote von irgendwem „genutzt” werden: „In fact, it is hard to imagine any form of media studies that is not, on some level, about audiences.” (Webster 1998: 190) Aber gerade weil dies so selbstverständlich ist, hatte die Nutzungsforschung Schwierigkeiten, eigenes theoretisches Profil zu gewinnen; lange Zeit war sie eingezwängt zwischen den Interessen der Medienunternehmen, für die eine pragmatische und an Werbekunden orientierte Publikumsforschung einen integralen Bestandteil ihres Geschäfts darstellt, und einem von Politik und Öffentlichkeit geschürten Wirkungsdiskurs, der die Mediennutzer fast ausschließlich im Zusammenhang mit (meist negativen) Wirkungen der Medien zur Kenntnis nimmt. Die Folgen der jahrelangen Vernachlässigung sind nicht zu übersehen, da es kaum systematische Darstellungen dieses Bereichs gibt, die über eine eher additive Zusammenstellung relevanter Forschungsthemen und -befunde hinausgingen.
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