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Ein Charakteristikum der Ideologie traditioneller empirischer Grundlagenforschung besteht darin, Forschung von der Umsetzung ihrer Resultate bei der Weiterentwicklung des erforschten Feldes oder anders ausgedrückt, Diagnose und Intervention sowohl institutionell als auch personell zu trennen. Alle Versionen der Handlungs- und Praxisforschung nehmen gegen diese methodologische Trennung von Forschung und Entwicklung Stellung und konzipieren Forschungs- und Entwicklungsanteile als Elemente ein und desselben Prozesses. Entsprechend werden Alltagsmenschen nicht nur als Objekte, sondern ebenso wie professionelle Forscherinnen und Forscher als Akteure des Forschungsprozesses gesehen. Eine handlungstheoretische Begründung dafür sieht Reflexion als notwendiges Merkmal praktischen Handelns (vgl. Schön 1983; Altrichter 2000). Wiewohl Reflexion und Aktion immer auf irgendeine Weise explizit oder implizit aufeinander bezogen sind, können beide gewinnen, wenn sie eng und systematisch miteinander verwoben werden (vgl. Abb. 1). Dies zu unterstützen und dafür förderliche Bedingungen zu schaffen ist eine wesentliche Aufgabe von Handlungs- und Praxisforschung.
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