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Im Zeichen der Krise haben zahlreiche Unternehmen eine Doppelstrategie entwickelt: einerseits werden neue arbeitspolitische Ansätze propagiert und ansatzweise auch erprobt, die auf eine Aktivierung der Motivation und Eigeninitiative der Mitarbeiter zielen. Zugleich wird ein harter leistungspolitischer Kurs gefahren, der auf maximale Kosteneinsparung hinzielt, bei möglichst geringer Einbeziehung der Arbeitnehmer und ihrer Vertreter. Klassisches Beispiel hierfür ist die Einführung von Gruppenarbeit. Ergebnis dieser Doppelstrategie: eine gespaltene betriebliche Realität, in der Unvereinbares stillschweigend nebeneinander praktiziert wird; eine auf Konfrontation angelegte Leistungspolitik und eine Arbeitspolitik, die Partizipation als zentrale Zielstellung verkündet. Praxis wie Wissenschaft haben diesen Widerspruch bislang weitgehend ignoriert. Eine Auseinandersetzung mit dessen möglichen Konsequenzen erscheint aber unbedingt notwendig.
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