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Überlegungen zur literarischen 'Transkultur' Konturen der Transkultur Eine kulturwissenschaftlich und anthropologisch orientierte Methodik für die Analyse transkultureller Literatur findet ihre Berechtigung einerseits in ihrer interdisziplinären Ausrichtung und andererseits in der Tatsache, dass sie sich mit ihrem konstruktivistisch geprägten Kulturbegriff auf die materiale, soziale und mentale Kultur bezieht.In diesem interdisziplinären Zusammenhang haben sich in unterschiedlichen Disziplinen Begrifflichkeiten etabliert, die Überschneidungen mit der Transkulturforschung aufweisen 1 wie etwa in Arbeiten zu Hybridität, Interkulturalität, Third Space, aber teilweise andere Akzente setzen oder in der begrifflichen Operationalisierung unterschiedlich vorgehen.2 Im Mittelpunkt des Interesses steht das dynamische Verhältnis zwischen Identität und Alterität, zwischen Selbst und Anderem -so unterschiedlich diese Konzepte auch definiert werden mögen.Es gilt also, die jeweiligen kulturellen Verknüpfungen und ihre Effekte einzukreisen und zu benennen.Aufgrund der Unabgeschlossenheit und Dynamik transkultureller Kontakte muss dies notwendigerweise unvollständig und begrenzt bleiben.Das Interpretationsmuster transkultureller Literatur stützt sich, so Georgeta Vancea, auf deren angebliche "ethisch-ästhetische Potenz", 3 die sie klischeehafte Bilder über kulturelle Minderheiten, Migration, Inte-1 Welsch, Wolfgang: Transculturality -the Puzzling Form of Cultures Today.
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