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Akehursts Völkerrechtslehrbuch erschien erstmals 1970.Es hatte nachhaltig Erfolg, erlebte in 17 Jahren sechs Auflagen, wurde in mehrere Sprachen übersetzt und könnte weltweit das am meisten verwendete Einführungsbuch zum Völkerrecht sein.Die 6. Auflage erschien 1987.Wegen des Heimgangs von Michael Akehurst konnte dann auf die fortdauernde Nachfrage nur noch mit Reprints reagiert werden.Ein Buch, das wie dasjenige Akehursts das Völkerrecht in ständigem Blick auf Politik und sonstige Tatsachen zur Anschauung bringt, bedarf aber der Fortschreibung.Sie hat nun Peter Malanczuk, derzeit Professor in Rotterdam, übernommen.In der ihr durch Malanczuk gegebenen Gestalt hat die Einführung Akehursts ihr Profil gewahrt und trägt doch neue Züge.Das betrifft zum einen die Reaktion auf Geschehnisse, die Akehurst noch nicht kannte, wie das Schwinden des Gegensatzes zwischen West und Ost und seine Ersetzung durch andere Spannungen.Die 90er Jahre rückten die Friedens sicherungsmechanismen der Vereinten Nationen in ein anderes Licht, sie lieferten neu es Material für Grundfragen etwa der Staatensukzession, der Anerkennung.Sie sahen die Zunahme völkerrechtlicher Umweltschutzbemühung und dort den Einsatz neuer Instru mente.Sie brachten 1996 das jahrzehntelange Streben nach Kodifikation im Bereich der Staatenverantwortlichkeit voran.Alles dies und mehr findet sich nun in das Buch aufge nommen.Es ist aber nicht nur von tiefgreifender Aktualisierung zu berichten, wie sie auch Akehurst selbst, mit welchem Ergebnis auch immer, unternommen hätte.Denn Malanczuk setzt auch individuelle Akzente.So gibt er mehr Nachweise (ohne das Buch einstweilen damit zu überfrachten).Dabei hat er, wie er im Vorwort sagt, ein gleichsam mehr "kosmopolitanes" Publikum im Auge.Grundsätzlicher wird nun das "Wesen" der Völkerrechtsordnung behandelt, auch ihre Geschichte, theorienfreudiger das Verhältnis von Völkerrecht und innerstaatlichem Recht (hier auch stärker rechtsverg\eichend).Differenzierter geht es zu bei den Quellen des Völkerrechts.Menschenrechtsprobleme werden aus den verschiedenen Kontexten gelöst, in denen sie bei Akehurst erschienen, und gesondert behandelt.Die Leistungen von Bernhardts Enzyklopädie in Fortführung der Wörterbücher der Völker rechts von Strupp bzw.Schlochauer sowie des von Simma u.a.veranstalteten Kommentars zur Satzung der Vereinten Nationen, bei des ja Werke in englischer Sprache, aber zu erheb lichen Anteilen aus den Federn deutschsprachiger Autoren, werden in stärkerem Maße erschlossen als wohl sonst in englischsprachigen Lehrdarstellungen.
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