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Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über pädagogische Konzepte, die auf die mit der ‚Tatsache Einwanderungsgesellschaft‘ verbundenen Bildungserfordernisse zu reagieren versuchen. Unser zentrales Argument lautet, dass die Bildungsmöglichkeiten im Unterricht, um nationalistischen, ethnozentristischen und rassistischen Tendenzen entgegen zu wirken, von breiteren strukturellen und institutionellen Bedingungen mitbestimmt sind. Hierzu zählen insbesondere ausländer- und integrationspolitische Bestimmungen, bildungspolitische Rahmenvorgaben und Merkmale einzelner Schulorganisationen und ihres spezifi schen Umfeldes. Eine diversitätsbewusste Pädagogik kann daher nicht auf Aspekte der politischen Bildung und des sozialen Lernens im engeren Sinne begrenzt werden. Sie muss darüber hinaus auf die Überwindung strukturell und institutionell bedingter Formen der Diskriminierung ausgerichtet sein. In diesem Sinne ist es notwendig, die bislang getrennt geführten Debatten über die Bildungsbenachteiligung von Migrantinnen und Migranten einerseits und Erfordernisse Antirassistischer und Interkultureller Pädagogik andererseits zusammenzuführen. Erforderlich sind umfassende Strategien, die auf unterschiedlichen Gestaltungsebenen der Schulentwicklung ansetzen – neben dem Unterricht auch auf der Ebene der schulischen Organisationsentwicklung, der curricularen Vorgaben, der Aus- und Weiterbildung für pädagogische Berufe bis hin zu den bildungspolitischen Festlegungen der Gliederung des Schulsystems.
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