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Der vorliegende Beitrag untersucht die Wechselwirkungen, die zwischen betrieblicher Mitbestimmung und einer Erfolgsbeteiligung für die Geschäftsleitung eines Betriebs bestehen. Im theoretischen Teil des Beitrags wird argumentiert, dass der Interaktionseffekt beider Variablen von zwei Beziehungen abhängt. Zum einen ist es von Bedeutung, ob betriebliche Mitbestimmung und Reputationserwägungen des Managements substitutiv oder komplementär zueinander sind. Zum anderen spielt der Einfluss des Principal-Agent-Problems zwischen Eigentümern und Managern auf kooperative industrielle Beziehungen eine Rolle. Die empirische Analyse mit Daten des Hannoveraner Firmenpanels zeigt, dass Betriebsräte und eine Erfolgsbeteiligung für die Geschäftsleitung im Hinblick auf die Produktivität negativ miteinander interagieren. Betriebsräte scheinen somit dann von besonderer Bedeutung für den betrieblichen Erfolg zu sein, wenn es keine Erfolgsbeteiligung für die Geschäftsleitung gibt. Die theoretische Interpretation dieses Ergebnisses ist allerdings komplex. Die empirischen Resultate deuten zudem implizit darauf hin, dass der negative Interaktionseffekt insbesondere bei größeren Betrieben vorzufinden ist. Werden die Schätzungen nur für Betriebe mit 21 bis 100 Beschäftigten durchgeführt, dann zeigen sich zwar weiterhin positive Produktivitätseffekte betrieblicher Mitbestimmung und einer Erfolgsbeteiligung des Managements, während sich hingegen kein statistisch gesicherter Interaktionseffekt beider Variablen finden lässt.
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