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Als Paul F. Lazarsfeld das Forschungsdesign für seine noch immer wegweisende Analyse des Wahlverhaltens entwickelte, war die Mehrzahl der Fachwissenschaftler davon überzeugt, daß die Massenmedien eine geradezu überwältigende Wirkung ausüben. Die Grundlage dieser Überzeugung bildete eine Reihe von Medienereignissen, die offensichtlich sehr starke Wirkungen besaßen — vor allem Orson Welles’ Hörspiel „War of the Worlds“ und Kate Smith’ Radio-Kampagne für die Zeichnung von Kriegsanleihen. Die Wirkung des Hörspiels hatte Hadley Cantril (1940) in einer für damalige Verhältnisse aufwendigen Fallstudie nachgezeichnet, die Wirkung der Radio-Kampagne dokumentierte Robert K. Merton (1946), damals bereits Kollege von Lazarsfeld an der Columbia University. Vorangegangen waren ex- perimentelle Studien, deren Befunde zwar weniger spektakulär waren, jedoch in die gleiche Richtung wiesen (u.a. Annis und Meier 1934; vgl. hierzu auch Donsbach 1991: l8ff.).
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