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Betrachtet man Medien als Akteure, dann nimmt man eine akteurszentrierte bzw. handlungstheoretische Perspektive ein. Dies bedeutet, dass Akteure und ihr Handeln die Basis aller Betrachtungen und Erklärungen bilden — auch der Erklärung von Makrophänomenen. Da der Terminus „Medien“ aber recht unspezifisch ist und in der Kommunikationswissenschaft sehr unterschiedlich verwendet wird, soll hier stattdessen von journalistischen Akteuren die Rede sein. Journalistische Akteure können einzelne Journalisten oder Medienorganisationen bzw. Redaktionen sein. Allgemein kann man Organisationen dann als (korporative) Akteure betrachten, wenn sie handlungsfähig sind. Handlungsfähigkeit ist dann anzunehmen, wenn Akteure Interessen und allgemeine Handlungsorientierungen haben (z.B. Werte), Ziele verfolgen, über Ressourcen verfugen (z.B. Wissen, Einfluss, Mitarbeiter), diese Ressourcen zur Erreichung ihrer Ziele einsetzen, sich selbst als Akteur verstehen und auch von anderen als solche betrachtet werden (z.B. Schimank 2000; Jarren/Donges 2002). All dies trifft in der Regel auf Medienorganisationen zu. Ihr Handeln sowie die aggregierten Effekte ihrer Interaktionen können deshalb auf handlungstheoretischer Basis erklärt werden. Ob man „die Medien“ in ihrer Gesamtheit als Akteur bezeichnen sollte, erscheint vor diesem Hintergrund immer dann zweifelhaft, wenn sich ihre Ziele, Interessen, ihre Berichterstattung etc. unterscheiden.
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