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Zu Beginn des 21. Jahrhunderts haben die modernen Informations- und Kommunikationsmedien (IuK-Medien) die Lebenswelt großer Teile der Bevölkerung zumindest der westlichen Industriestaaten erfasst. “Cyberspace”, “Multimedia”, “Digitalisierung”, “Virtual Realities”: Selbst wer sich nicht sonderlich für Innovationen bei den IuK-Medien interessiert, wird sich diesen oder angrenzenden Schlagwörtern eines digitalen “Immermehrismus” nur schwerlich entziehen können: Immer mehr Menschen werden eingewoben in ein elektronisches Netz, in einen elektronisch mediatisierten Kommunikationsraum” (Krotz 1995, 447; Herv. i. O.) und nutzen die Digitaltechnik — immer mehr — zur privaten oder beruflichen Prosperität (oder hören davon in Werbebotschaften). In erster Linie das Internet, das “Netz der Netze”, mit seiner “Information-Superhighway”-Metapher (vgl. Kleinsteuber 1996), prägt dabei die Diskussion um einen technologisch induzierten Wandel des gesellschaftlichen Kommunikationsgefüges. Begriffe wie “elektronische Polis” oder “elektronische Demokratie” (vgl. Kamps 1999b) markieren zugleich einen Konnex der Innovationsdynamik in der Mikroelektronik mit der Evolution des demokratischen Prozesses. Integriert — z. B. — das Internet als “Jungbrunnen für die Demokratie” (Clemens 1999, 50) die Bevölkerung über umfangreiche, selbstbestimmte Information und neuartige Partizipationsmöglichkeiten enger in den politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess?
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