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Ausgehend von den Unzulaenglichkeiten des konventionellen 4-Stufen-Algorithmus fuer die staedtische Verkehrsplanung mit seinen logischen Bruechen und der Notwendigkeit von jeweils fallspezifischen Modellkalibrierungen, wurden Grundlagen fuer einen neuen Planungsalgorithmus entwickelt, der die genannten Nachteile nicht hat. Basis dieser Forschungen ist ein neues Verstaendnis des Begriffs Verkehrswiderstand, der die Angebotsparameter (Zeiten, Kosten, Komfort) aller konkurrierenden Verkehrsmittel und die jeweiligen subjektiven Empfindungen des Menschen erfasst. Dieser Widerstand hat sich als gemeinsamer Nenner fuer die Modellierung des Verkehrs von der Routenwahl ueber die Verkehrsteilnahme und ihre Intensitaet (Mobilitaet) bis zur Ziel- und Verkehrsmittelwahl erwiesen. Die erarbeiteten Grundlagen stellen eine wesentliche Vereinfachung und Erhoehung der Abbildgenauigkeit bei der Berechnung verkehrlicher, verkehrswirtschaftlicher und umweltorientierter Auswirkungen von weitgehend beliebigen Angebotsveraenderungen bei den konkurrierenden Verkehrsmitteln dar (Tarife im OEPNV, Bedienungshaeufigkeiten, OEPNV-Beschleunigungsmassnahmen, Komfortverbesserung, mittlerer Treibstoff-Flottenverbrauch, Benzinpreis, Parkraum, Parkkosten, Strassenaus- beziehungsweise -rueckbau, Road Pricing, City-Maut, Radwegenetz, und so weiter) nicht nur bezueglich der Verkehrsverlagerung, sondern auch im Hinblick auf den induzierten Verkehr (Neuverkehr oder Verkehrsverzicht) und das Zielwahlverhalten. Dasselbe gilt fuer Veraenderungen im oekonomischen und raumstrukturellen Umfeld. Das Modell wurde am konkreten Beispiel des Binnenverkehrs der Bevoelkerung der Stadt Bonn im Jahre 1991 durch den Vergleich mit Erhebungsergebnissen aus demselben Jahr getestet.
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