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AuszugIn den letzten zwanzig Jahren haben Veränderungen in der Erwerbssphäre, die auch die privaten Lebenswelten nicht unberührt ließen, zu entscheidenden Trendwenden in der Industrie- und Arbeitssoziologie geführt. Ich kann diese Entwicklung hier nicht ausführlich darstellen, sondern nur einige Aspekte aufgreifen, in denen sich - aller Progressionen in der rezenten Theoriebildung zum Trotz - erneut ein altbekannter Mangel aufzeigen lässt. Auch in den weiterführenden Paradigmen der Disziplin ist die Rezeption von Ansätzen und Ergebnissen der Frauen- und Geschlechterforschung partikular geblieben. Nach wie vor sind die Vorstellungen von gesellschaftlich notwendiger Arbeit auf das Beschäftigungssystem fokussiert. In feministischen Ansätzen werden dagegen die Aufgabenfelder in der Privatsphäre (Haushaltsplanung, Kinderbetreuung, Sozialisation, psychosoziale Regeneration und materielle Versorgung) seit langem den entlohnten Tätigkeiten als sozial gleich relevante Praxen zur Seite gestellt.
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