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AuszugIm Vordergrund eines Handbuchs zur Verkehrspolitik stehen die politischen Akteure, ihre Motive und Ziele, ihre Instrumente und Handlungen bei der Gestaltung des Verkehrsgeschehens. Der folgende Beitrag wechselt die Perspektive: Er betrachtet das „Objekt“ dieser Politik als eigenwilliges Subjekt gesellschaftlicher Praxis, in die die politischen Akteure gezielt eingreifen (wollen). Vermutlich sind in der Verkehrspolitik „Steuerungsillusionen“ verbreiteter als in anderen Politikfeldern, weil in der Vergangenheit — in der Eisenbahnzeit — der Staat weitgehend über die Verkehrsmittel und -wege verfügte, d.h. die gesellschaftlichen Gegebenheiten in von ihm bestimmte Bahnen lenken konnte. Mit dem Übergang zum „motorisierten Individualverkehr“ hat sich das jedoch grundlegend geändert. Jetzt ergeben sich als Resultanten aus dem massenhaften Verkehrshandeln Realitäten, mit denen sich staatliche Politik „herumschlagen“ muss. Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit der Eigendynamik sozialer Praxis, mit Mobilitätsbedürfnissen und Verkehrshandeln unterschiedlicher Akteure in verschiedenen Konstellationen des Alltags.
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