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Am 30. Juni 2009 gibt es auf den Zeitungstitelseiten der Welt ein einheitliches Thema: Michael Jackson ist tot. Auch wenn der Musiker zum Zeitpunkt seines Todes den Zenit seiner Karriere schon geraume Zeit überschritten hat, berührt die Nachricht seines Todes auf dem gesamten Globus Fans und ehemalige Fans. Wir haben es hier offensichtlich mit einem typischen Phänomen der Globalisierung zu tun. Giddens versteht Globalisierung als „Intensivierung weltweiter sozialer Beziehungen, durch die entfernte Orte in solcher Weise miteinander verbunden werden, dass Ereignisse am einen Ort durch Vorgänge geprägt werden, die sich an einem viele Kilometer entfernten Ort abspielen, und umgekehrt“ (Giddens 1997: 85; ähnlich Held u.a. 1999: 16; vgl. Beck 1997: 28f.). Die Wahrnehmung des Todes von Michael Jackson ist für den Fanbereich offensichtlich ein globalisiertes Ereignis, bei dem Fans auf dem gesamten Globus von einem Ereignis weit entfernt betroffen sind. Die Globalisierungsthese ist für den Fanbereich durch dieses Ereignis aber keineswegs belegt. Was sich an diesem Ereignis nicht zeigen lässt, ist der vom Globalisierungskonzept unterstellte Prozesscharakter. Haben wir es mit einem singulären Ausnahmeereignis zu tun, oder war die globale Fanbegeisterung für Michael Jackson ein besonders deutliches Beispiel für einen generellen Prozess? In welchem Maße sich für Fans ein Prozess der Globalisierung und eine globale Verteilung von Fanobjekten zeigen oder widerlegen lassen, welche Ursachen für diesen Prozess relevant sind und welche Folgen sich beobachten lassen, ist Thema dieses Beitrags.
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