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Die Entstehung von Medien bzw. medialen Produkten lässt sich — ökonomisch gesehen — in mehreren (Workflow-)Stufen denken. Was genau ein (Medien-)Unternehmer produzieren, sprich anbieten möchte und unter welchen Umständen er dazu auch bereit ist, hängt vor allem von seiner Interessenlage, seinen Zielen und seinen (kommerziellen und/ oder ideellen) Motiven ab. Hier gibt es sehr unterschiedliche Lebensentwürfe, die letztlich für Vielfalt stehen. Die eigentliche Medienproduktion im zweiten Schritt unterscheidet sich von anderen (zum Beispiel industriellen) Produkten dann ebenfalls: Medialen Content herzustellen ist vor allem fixkostenintensiv — diese so genannten First Copy Costs sind zudem sehr hoch. Beides hat Konsequenzen für die Kalkulation bzw. für die Finanzierung dieser Produktion: Oft sind die Stückkosten höher als der erzielbare Copypreis. Folge: Die (Kosten-)Uicke muss geschlossen werde. Dies kann beispielsweise mittels Querfinanzierung seitens anderer Produkte aus anderen Märkten (zum Beispiel Werbung) geschehen. Auch in diesem letzten Punkt unterscheidet sich die Medienproduktion von anderen Branchen: Dort müssen sich die Produkte (allein) über ihren Verkaufserlös rechnen. Dass das Marktmodell bei Medien so ganz anders funktioniert, hängt aber auch mit einer weiteren Besonderheit zusammen: den spezifischen Nachfragebedürfnissen und vor allem dem Nutzungsverhalten der Medienrezipienten.
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