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AuszugSeit Beginn der 1990er Jahre ist in der Sozialen Arbeit eine verstärkte Auseinandersetzung mit Konzepten des Sozialmanagements (bzw. der Sozialwirtschaft) festzustellen, daneben finden sich in internationaler Perspektive u.a. die Begriffe des Non Profit Managements, des Third Sector Managements (vgl. Werther/ Berman 2001) sowie des Social Welfare Managements (vgl. Patti 2000) und des Social Work Managements. Dienste und Einrichtungen der Sozialen Arbeit werden als Nonprofit-Organisationen begriffen, die professionell zu führen und als Unternehmen zu managen sind. Diese Begriffskonjunktur lässt sich auf unterschiedliche Entwicklungen zurückführen, zu denen u.a. die sogenannte Krise des Sozialstaats, die gewaltige Expansion der Dienste und Einrichtungen der Sozialen Arbeit, das Verhältnis der Wohlfahrtsverbände gegenüber traditionellen und neuen Formen ehrenamtlichen Engagements und die Säkularisierung weltanschaulich geprägter Ein4richtungen gehören. Zu diesen Herausforderungen für die Soziale Arbeit und ihre Institutionen kommen weitere Aspekte hinzu, die häufig unter der Überschrift der „Ökonomisierung“ der Sozialen Arbeit diskutiert werden (vgl. Grunwald 2001, S. 20ff). Dabei geht es um Veränderungen in den Modalitäten der Finanzierung sozialer Einrichtungen, die Öffnung sozialer „Märkte“ für privatwirtschaftlich arbeitende Anbieter, die Entwicklung der Neuen Steuerung als Reformmodell der (Kommunal-) Verwaltung und die mit der europäischen Einigung verbundenen grundsätzlichen Fragen nach der Zukunft einer verfassten Wohlfahrtspflege in dem freien Personen-, Waren-, Kapital- und Dienstleistungsverkehr innerhalb des Binnenmarktes der Europäischen Union. Darüber hinaus wurde den Einrichtungen der Sozialen Arbeit häufig unterstellt, dass in ihnen gravierende Management- und Organisationsdefizite zum Tragen kommen (vgl. ebd., S. 23ff; Otto 2002).
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