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Betrieb und Rationalisierung sind traditionsreiche und bedeutende Themen soziologischer Forschung. Sie stehen nicht nur für sich, sondern bilden auch einen erkenntnisstrategischen Ausgangspunkt von Gesellschaftsanalysen. Dieser Stellenwert kommt ihnen nicht von ungefähr zu. Er ist „Realitätsanleihen“ (Negt 2001: 587) geschuldet, welche die Soziologie bei den gesellschaftlichen Verhältnissen macht, die sie zu analysieren beansprucht und doch auch repräsentiert. So nehmen Erkenntnisperspektiven, welche den Blick vom Betrieb oder von der Rationalisierung aus auf die weitere Gesellschaft richten, gesellschaftliche Separierungsprozesse mit auf. Die Trennung zwischen Öffentlichkeit und Privatheit und insbesondere diejenige zwischen „Betrieb“ und „Haushalt“ (Weber 1988: 8) – welche für die kapitalistische Gesellschaft konstitutiv ist – gehören dazu. Eine so gerichtete Erkenntnisperspektive repräsentiert auch gesellschaftliche Gewichtungen: in diesem Falle die Vorrangstellung, welche der erstgenannten gegenüber der zweitgenannten Sphäre unter kapitalistischen Bedingungen zugesprochen wird.
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