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AuszugAspekte von Materialität und damit von Lokalität können mehr oder weniger soziale, ‚sozialisierte‘ und ‚sozialisierbare‘ Tatsachen darstellen, gleichsam Symptome und Ressourcen des Sozialen, das dann den Raum mit seinen Bedeutungen ausstattet und zum Träger sozialer Informationen und Handlungspotentiale macht. Von programmatischer Bedeutung ist an dieser Stelle Norbert Elias, der (auch hier) in der Tradition Georg Simmels theoretisch und empirisch gezeigt hat, dass der Raum eine kulturell und historisch relative Sinntatsache sein kann, die das gesellschaftliche und individuelle Leben ebenso anzeigt wie ausmacht. In seiner figurationssoziologischen Analyse von „Wohnstrukturen als Anzeiger gesellschaftlicher Strukturen“ (1983: 68ff.) stellt Elias hinsichtlich „aller sozialen Einheiten oder Integrationsformen“ grundsätzlich und auch für die moderne Raumsoziologie richtungweisend fest: Sie [diese Einheiten; d. Verf.] sind ja immer Einheiten aufeinander bezogener, ineinander verflochtener Menschen; und wenn auch Art oder Typus dieser Beziehungen gewiß niemals bis ins Letzte und Wesentliche durch räumliche Kategorien ausdrückbar sind, so sind sie doch immer auch durch räumliche Kategorien ausdrückbar. Denn jeder Art eines ‚Beisammen‘ von Menschen entspricht eine bestimmte Ausgestaltung des Raumes, wo die zugehörigen Menschen, wenn nicht insgesamt, dann wenigstens in Teileinheiten tatsächlich beisammen sind oder sein können. Und so ist also der Niederschlag einer sozialen Einheit im Raume, der Typus ihrer Raumgestaltung eine handgreifliche, eine — im wörtlichen Sinne — sichtbare Repräsentation ihrer Eigenart. (Elias 1983: 70f.)1 Das bedeutet auch: Der ‚gemachte‘ oder gestaltete, aber auch der bewusst ‚naturbelassene‘ Raum ist ein zeichenhafter, bezeichneter und symbolischer Raum, in dessen Gestalt(ung) — mehr oder minder deutliche — Hinweise auf seine Erbauer, Ausstatter oder Eigner eingeschrieben sind.
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