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ZusammenfassungWie in anderen Politikfeldern, so sind die klassischen Politikmuster von Markt und Staat, Privatisierung und Hierarchie auch in der Umweltpolitik zunehmend an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gestoßen. Horizontale Formen der Politikkoordination unter Einschluß von interessierten und betroffenen Gruppen gelten vielfach als angemessenere Strategien, die unter Wirksamkeits- wie unter Legitimationsgesichtspunkten „bessere“ Politikergebnisse ermöglichen könnten: auf der internationalen Ebene, zwischen verschiedenen Einheiten in föderalen Systemen, bei Abstimmungsproblemen zwischen funktional ausdifferenzierten Teilsystemen der Gesellschaft und bei lokalen Konflikten vor Ort. Ob im Schatten des Staates oder im Horizont neuer Marktkonkurrenz, ob noch im Schatten der Vergangenheit oder schon im Schatten der Zukunft: „Runde Tische“ und „Konsensgespräche“ aller Art haben Konjunktur. In der Politik wird dieser Trend meist mit dem Ruf nach Verhandlungen aller „stakeholders“ begründet und begleitet, was — je nach Kontext — als zivilere, effektivere, effizientere oder besser akzeptierte Form der Problembewältigung erscheint. In der Politikwissenschaft ist der Wandel von Politikformen hin zu einer Art „Verhandlungsdemokratie“ von prominenter Stelle meist unter Heranziehung von Konzepten des „bargaining“ aus der Rational Choice Tradition beschrieben und analysiert worden, Vorschläge zur Überwindung von alten Verhandlungsblockaden und neuem „Verhandlungsversagen“ haben hier ihr theoretisches Fundament.
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