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Ein Geschlecht zu haben, scheint eine natürliche Selbstverständlichkeit zu sein. Personen, denen wir in unserem Alltag begegnen, ordnen wir unmittelbar und mit scheinbarer Gewissheit anhand ihres Körpers das Geschlecht männlich oder weiblich zu. Erst (de)konstruktivistische Debatten haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass nicht alle Gesellschaften diese Auffasung teilen und Natur uns immer nur als Kultur zugänglich ist. So folgt nicht nur die Zuschreibung von Geschlecht sozialen oder kulturellen Porzessen, selbst „sex“, das biologische Geschlecht, wird als historisches und soziales Konstrukt offensichtlich. Geschlechterdifferenz erscheint nicht mehr als natürlicher Unterschied der Geschlechter, sondern als Effekt sozialer Machtpraktiken.
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