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ZusammenfassungEs mag erstaunen, warum im Kontext eines psychosozialen Diskurses Isers Buch, das Perspektiven einer literarischen Anthropologie aufzeigt, besprochen wird. Man könnte mehrere Antworten geben: die Antwort aus dem Zeitbewußtsein der Postmoderne, in dem der Eklektizismus erlaubt ist, geradezu als Zeichen dieses Diskurses gilt; die Antwort, die Isers Buch als sein ‚Vermächtnis‘ am Schluß seines universitären Schaffens darstellt und würdigt oder die Antwort, die sich inhaltlich mit den Querverbindungen zu psychologischen, bzw. soziologischen Theorien beschäftigt. Diese Antworten sind legitim und eröffnen hinreichend Diskussionsgrund. Ausschlaggebend für die Buchbesprechung ist für mich jedoch die Möglichkeit, Fragestellungen, die an Morenos Werk gerichtet sind, wieder aufzunehmen und neue An-schlußpotentiale zu finden. Es sind Fragen, die sich im Umfeld des Wissenschaftsanspruchs stellen, Fragen an Morenos Konstrukte des „Schöpfers“, der „Kreativität“ und „Spontaneität“, kurz: allgemein die Frage der Legitimation, heute mit Morenos Begrifflichkeit weiterhin bzw. erst recht zu arbeiten.
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